Ergotherapie bei motorischen Störungen
Die Ergotherapie setzt bei der Bewältigung von Aufgaben des alltäglichen Lebens an. Das können beispielweise Übungen der Feinmotorik zum selbstständigen eintippen einer Telefonnummer, das Halten einer Gabel bei der Nahrungsaufnahme oder auch das eigenständige Anziehen sein – ganz individuell auf die Einschränkungen der jeweiligen Patientinnen und Patienten abgestimmt.
Krankheitsbilder, bei denen eine Ergotherapie angebracht sein kann, reichen von Gelenkerkrankungen über Schädelhirnverletzungen, bis hin zu Handverletzungen und Schmerzleiden.
Bestandteile & Ablauf der Ergotherapie
Die Dauer der ergotherapeutischen Behandlung richtet sich immer nach dem Krankheitsbild bzw. den Einschränkungen, die Sie als Patientin oder Patient nach Ihrer Erkrankung oder Verletzung aufweisen. Zu Beginn besprechen Sie mit der Therapeutin oder dem Therapeuten, welche Ziele Sie durch die Therapie erreichen möchten. Daraufhin erstellen wir Ihren individuellen Therapieplan. Mögliche Bestandteile sind unter anderem:
- Techniken zur Förderung des zentralen Nervensystems
- Hilfsmittelberatung/Alltags- und Berufstraining
- Alltagstraining (ADL-Training / Aktivitäten des täglichen Lebens)
- Narbenbehandlung, Desensibilisierung
- Grobmotorik, Feinmotorik, Koordinationstraining
- Kraftaufbau, Kraftausdauer
- Weichteiltechniken/vegetative Techniken
Beantragung & Kostenübernahme
Ergotherapie kann von Ihrer Haus- oder Facharztpraxis verordnet werden. Insbesondere Betroffene, die eine Rehabilitation durch die Berufsgenossenschaft erhalten oder in der Erweiterten Ambulanten Rehabilitation sind, haben Anspruch auf diese Art der Therapie.
Eine Heilmittelverordnung (Rezept) umfasst üblicherweise sechs bis zehn Einheiten. Je nach Handlungsbedarf können weitere Verordnungen erfolgen. Die Termine können Sie telefonisch mit uns vereinbaren.